12. März 2012

 

Die Jungfreisinnigen Kanton Zürich (JFZH) haben am 16. September 2011 anlässlich einer Medienkonferenz ihre Kirchensteuerinitiative vorgestellt. Das Begehren, dessen Sammelfrist heute zu laufen beginnt, bezweckt die Abschaffung der Kirchensteuerpflicht für juristische Personen im Kanton Zürich und entlastet damit das Gewerbe um jährlich 100 Millionen Franken. 

Der Kanton Zürich kennt noch Normen aus dem Mittelalter: So unterstehen juristische Personen einer Kirchensteuerpflicht, obwohl sie im Regelfall weder religiös sind, noch einer Kirche angehören können. Diese unbefriedigende Situation wollen die Jungfreisinnigen beseitigen und lancieren deshalb am heutigen Freitag die kantonale Volksinitiative «Weniger Steuern fürs Gewerbe (Kirchensteuerinitiative)». Mittels einer Änderung der Kantonsverfassung soll die Kirchensteuerpflicht für Firmen aufgehoben und die Zürcher Wirtschaft um jährlich ca. 100 Millionen Franken entlastet werden.

Eine Steuer des Gewerbes zu Gunsten der Landeskirchen ist eine stossende Diskriminierung gegenüber anderen Kirchen, Glaubensgemeinschaften aber auch unzähligen Wohltätigkeitsorganisationen. Alle finanzieren sich ohne Steuererträge und können trotzdem weiter existieren und florieren. So weist Dominik Tiedt, Präsident des Initiativkomitees, insbesondere auf folgenden liberalen Grundsatz hin: „Der Staat sollte sich gegenüber Konfessionen, Glaubensrichtungen und auch Konfessionslosen neutral verhalten.

Für die Zürcher Firmen ist diese Kirchensteuerpflicht im interkantonalen Verhältnis eine versteckte Wettbewerbsverzerrung, die das Gegenteil von dem bewirkt, was sie beabsichtigt. „Unternehmen verlieren Mittel, die sie effektiver zu Gunsten der Gesellschaft einsetzen könnten. Die ethisch motivierte Verantwortung wird durch die Kirchensteuer stark entmutigt.“, betont Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und Mitglied des Initiativkomitees.

Mit dem heutigen Freitag beginnt die 180-tägige Sammelfrist zu laufen. Die Jungfreisinnigen sind überzeugt, bis Mitte März 2012 die erforderlichen 6\\\'000 gültigen Unterschriften sammeln zu können und damit den ersten Schritt hin zur Aufhebung dieser staatlich angeordneten Zwangsfinanzierung zu machen. Wirksames wohltätiges Engagement, welches unzählige Firmen bereits heute wahrnehmen, kann nur auf Freiwilligkeit basieren.

Für weitere Auskünfte:
Dominik Tiedt,·Präsident des Initiativkomitees,
079 337 94 16

Alain Schreiner,·Präsident Jungfreisinnige Kanton Zürich, Mitglied des Initiativkomitees,
079 743 32 63

Hans-Ulrich Bigler,·Direktor Schweizerischer Gewerbeverband, Mitglied des Initiativkomitees,
079 285 47 09


Unterschriftenbogen:
Hier können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen


Website:
Hier gelangen Sie zur Website zur Initiative