20. März 2012

 

Am Freitag, 16. März 2012 haben die Jungfreisinnigen Kanton Zürich (JFZH) ihre kantonale Volksinitiative „Weniger Steuern fürs Gewerbe (Kirchensteuerinitiative)“ mit rund 7000 Unterschriften bei der kantonalen Verwaltung eingereicht.

Das Begehren bezweckt die Abschaffung der Kirchensteuerpflicht für juristische Personen im Kanton Zürich. Sie entlastet Unternehmungen um insgesamt 100 Millionen Franken pro Jahr.


Seit Mitte September 2011 haben die Jungfreisinnigen Kanton Zürich intensiv Unterschriften  für ihre Kirchensteuerinitiative gesammelt. Heute Freitag wurden die insgesamt 7000 gesammelten Unterschriften bei der kantonalen Direktion der Justiz und des Innern eingereicht. „Dank des Einsatzes der Jungfreisinnigen wird die Zürcher Stimmbevölkerung nun die Gelegenheit erhalten, dieses Relikt aus dem Mittelalter zu beseitigen und die Zürcher Firmen finanziell massiv zu entlasten“, erklärte Dominik Tiedt, Präsident des Initiativkomitees, anlässlich der Unterschriftenübergabe.

Eine Steuer des Gewerbes zu Gunsten der Landeskirchen ist eine stossende Diskriminierung gegenüber anderen Glaubensgemeinschaften, lokalen Vereinen und zahlreichen Wohltätigkeitsorganisationen. Alle finanzieren sich ohne Steuererträge - sie existieren trotzdem und leisten mit freiwilligem Engagement einen wertvollen Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben. Firmen können weder einer Kirchen angehören noch können sie innerhalb der Kirchgemeinde mitbestimmen, trotzdem müssen sie staatlich verordnete Kirchensteuern zahlen. Dies steht im krassen Widerspruch zur Religionsfreiheit sowie zur Trennung von Kirche und Staat. Kirchensteuern zahlen soll nur, wer in einer Landeskirche Mitglied ist und innerhalb der Kirchgemeinde auch ein Stimmrecht ausüben kann. Unternehmen sollen eigenständig und freiwillig entscheiden können, ob sie eine Kirche finanziell unterstützen wollen.

Die Jungfreisinnigen bedanken sich bei allen Helferinnen und Helfern – darunter auch Vertreter des Gewerbeverbandes, der FDP, der Freidenker-Vereinigung, der SVP, der JSVP, der GLP und der IG Freiheit -, die während sechs Monaten engagiert Unterschriften für die Kirchensteuerinitiative gesammelt haben. Bereits im Sommer 2011 hat sich die FDP Kanton Zürich anlässlich einer Delegiertenversammlung für die Abschaffung der Kirchensteuerpflicht für juristische Personen ausgesprochen. Damit kann dereinst mit geeinten bürgerlichen Kräften in den Abstimmungskampf gezogen werden.



Für weitere Auskünfte:

Dominik Tiedt, Präsident des Initiativkomitees,
079 337 94 16

Alain Schreiner, Präsident Jungfreisinnige Kanton Zürich,
079 743 32 63