24. April 2012

 

Über 200 Jungfreisinnige fanden sich letztes Wochenende in Zürich zum Kongress zusammen. Nach einem Patt in drei Wahlgängen wird das Präsidium zum ersten Mal in der Geschichte des Jungfreisinns von zwei Personen bestellt.

In einem Wahlkrimi wurden Philippe Nantermod (VS) und Maurus Zeier (LU) als neue Co-Präsidenten gewählt.


co-praesidium philippe nantermod und maurus zeier

Von links nach rechts: Co-Präsident Philippe Nantermod aus Morges (VS) und Co-Präsident Maurus Zeier Luzern (LU)


Maurus Zeier aus Luzern und Philippe Nantermod aus Morges traten zur Wahl für das Präsidium an. Nach den ersten beiden Wahlgängen verpassten beide Kandidaten das absolute Mehr knapp um eine respektive zwei Stimmen. Die beiden Anwärter überzeugten den Kongress mit ihren Ideen und Vorstellungen, mit denen sie die Partei auf Kurs halten wollen. Die nachfolgende Diskussion unter den Mitgliedern zeigte, dass beide Kandidaten über grossen Rückhalt bei der Basis verfügen. So verwunderte es nicht, dass im dritten Wahlgang ein Patt resultierte. Nach kurzer Bedenkzeit entschied die Basis und die beiden Kandidaten, den Röstigraben zu schliessen und ein Co-Präsidium zu bilden.

Ebenfalls zu einer Kampfwahl kam es bei der Neubesetzung des Vizepräsidiums. Neu gewählt wurde Johanna Gapany (FR) und Alain Illi (SH). Mit der Wahl von Marcel Schuler (TG) und Leonie Grob (ZH) wurde der Vorstand abschliessend komplettiert. Die Jungfreisinnigen sind überzeugt, mit der neuen Führungscrew über eine kompetente und schlagfertige Truppe zu verfügen, welche, wie beim Referendum gegen die Buchpreisbindung, weiterhin eine führende Rolle in der Schweizer Politik einnehmen wird.

Nach den Wahlen stand mit der Rede des designierten FDP-Präsidenten Philipp Müller (AG) der zweite Höhepunkt auf dem Programm. Nach einer absoluten Glanzrede verabschiedeten die 200 Delegierten der Jungfreisinnigen Schweiz den neuen FDP-Präsidenten mit einer Standing-Ovation und einem grossen Applaus. Philpp Müller hat die volle Unterstützung der Jungfreisinnigen.