Hausbesetzung in Wetzikon? So nicht!

24. Oktober 2012 Seit einigen Tagen wurde an der Rapperswilerstrasse in Wetzikon das Haus, in der die Bar „No Limits“ vor Jahren zu Hause war, besetzt. Die Aktivisten fordern mehr Freiheiten sowie günstigeres Wohnen. Nun hat die Polizei mit einer Sondereinheit eingegriffen und das Haus geräumt. Die Räumung  musste von einer Strassensperrung der  vielbefahrenen Rapperswilerstrasse begleitet  werden , da die Aktivisten auf der Strasse zu lauter Musik tanzen.

Wir verurteilen die ideologischen Aktionen auf das Schärfste. Es ist kein konstruktiver Weg,  sich auf illegale Weise Gehör zu verschaffen. Wie eine neue Studie der Jacobs Foundation zeigt (http://www.20min.ch/wissen/news/story/27954446), sind die Jugendlichen heute nicht mehr so rebellisch wie früher und wünschen sich vermehrt Ruhe & Ordnung. „Es fehlt nicht akut an Freiräumen und die Jugendlichen haben genug Möglichkeiten, sich zu verwirklichen“, so Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen Bezirk Hinwil.

Die Jungfreisinnigen Bezirk Hinwil fordern nach der Hausbesetzung, dass sämtliche durch die Aktivisten verursachten Kosten durch die Aktivisten selber getragen werden. Diese umfassen den Polizeieinsatz, die Strassensperrung, die Sondereinheit sowie allenfalls Sachbeschädigungen. Es darf nicht sein, dass der Steuerzahler für diese Kosten aufkommen soll!

Zudem sind wir uns durchaus bewusst, dass die Wohnungspreise im Zürcher Oberland in den letzten Jahren stiegen. Dies ist nicht zuletzt auf die endlose Ausweitung der Geldmenge sowie der steigenden Nachfrage zurückzuführen. Wer sich das Wohnen neben einem Bahnhof oder allgemein an zentraler Lage nicht leisten kann, der muss sich mit einer etwas schlechteren Lage zufrieden geben. Es gibt genug günstigen Wohnraum, der auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen ist.

Zuletzt werden vermehrt Stimmen für mehr Kulturraum laut. Unsere Lösung: Die Kulturfreunde sollen zusammen einen Verein gründen, der ihre Interesse verfolgt und sich zusammen ein Atelier mieten. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Staats, explizit die Kultur oder günstiges Wohnen zu  fördern .

Bei weiteren Fragen:

Andri Silberschmidt, Präsident, 079 367 58 31

Marcel Peter, Medienverantwortlicher, 079 272 16 87